Hier werden alle Zeitungsberichte rund um den Neubau des Pfadiheims gesammelt in ungekehrt chronolgischer Reihenfolge.
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16.2.2026 Aargauer Zeitung
Mit einer Zeitkapsel den Grundstein gelegt: Die Bauarbeiten für das Wohler Pfadiheim starten
Am Wochenende fiel in der Bleichi der lang ersehnte Startschuss für das neue Wohler Pfadiheim. Mit dem Spatenstich und einer Zeitkapsel im Fundament startete das Bauprojekt, das die Organisation 1,25 Millionen Franken kostet und im Herbst abgeschlossen sein soll.
Darum geht es
- Die Pfadi Wohlen baut neu für 1,25 Millionen Franken ein neues Pfadiheim.
- Am Spatenstich wurde die Zeitkapsel mit Kinderbeiträgen, Bauplänen und Zeitungen vergraben.
- Die Fertigstellung des dreistöckigen Gebäudes für Herbst geplant.

Nasskaltes Wetter? Für die Wohler Pfadi kein Grund, zu Hause zu bleiben. Das bewiesen die Mädchen und Buben am Samstag einmal mehr. In der Bleichi fand der lang ersehnte Spatenstich für das neue Pfadiheim statt, und trotz garstiger Witterung versammelten sich zahlreiche Pfadis, Eltern und Freunde der Organisation zur Feier. Auch Regierungsrat Jean-Pierre Gallati war mit von der Partie. Der Alt-Pfader nahm in dieser Funktion an der Grundsteinlegung teil.
Den symbolischen Baustart beging man am Ort des Geschehens. Die Holzbaracke, die den Pfadisli und Bienli als Treffpunkt diente, wurde in den vergangenen Wochen zurückgebaut, die Umgebung gerodet und der Aushub für den Neubau erstellt.
Am Samstag wurde nicht nur der Spatenstich vollzogen – auch eine Zeitkapsel fand ihren Platz im Baugrund. Darin befinden sich kreative Beiträge der Kinder, die Baupläne, aktuelle Tageszeitungen sowie Broschüren zum neuen Pfadiheim. Nicht fehlen durfte ein Foto dieses historischen Moments. Es dokumentiert, wie viele Menschen – von den jüngsten Pfadis bis zum Regierungsrat – hinter dem Projekt stehen.
Die Finanzierung: Eine kleine Knacknuss
Eigentlich hätte der Spatenstich früher stattfinden sollen. Thomas Geissmann, Wohler Gemeinderat, Alt-Pfader und Mitglied des elfköpfigen Projektteams, das die Planungsarbeiten für den 1,25 Millionen Franken teuren Neubau verantwortet, erklärte: «Das Fundraising für das neue Pfadhiheim dauerte länger als ursprünglich vorgesehen.»

Die Pfadi Wohlen muss die Finanzierungslücke von 600’000 Franken für den Neubau aus eigenen Mitteln schliessen. Einen grossen Teil der Baukosten konnte man über den Verkauf der Liegenschaft am Tanneggweg sichern, er brachte 650’000 Franken ein. Die Wohler Pfadi verfügte bislang über zwei Standorte: Während sich Pfadisli und Bienli in der Bleichi trafen, nutzten Pfader und Wölfli das Haus am Tanneggweg.
Auch diese Liegenschaft mit Baujahr 1969 ist sanierungsbedürftig. Beide Pfadiheime sind im Besitz der Altpfadfinderstiftung. Und diese hat nach umfangreichen Abklärungen entschieden, dass sie das Heim in der Wohnzone am Tanneggweg samt Umschwung verkaufen, die Baracke in der Bleichi abreissen und ein neues Pfadiheim realisieren wird. Die Gemeinde Wohlen gewährt der Altpfadfinderstiftung in der Bleichi ein unentgeltliches Baurecht für das 506 Quadratmeter grosse Grundstück mit einer Laufzeit von 50 Jahren.
Im Herbst soll der Neubau bezugsbereit sein

Die Finanzierung steht fast. 150’000 Franken resultieren aus Eigenleistungen, die Handwerker und Planer zugesichert haben. Die restlichen Gelder will man über Beiträge aus verschiedenen Stiftungen und dem Swisslos-Fonds decken sowie mit Spendengeldern.
Bis im Herbst, so hofft man bei der Pfadi, soll der dreistöckige Mehrzweckbau, der sich für die Aktivitäten der Pfadi wie auch für die temporäre Vermietung an andere Kinder- und Jugendgruppen eignet, bezugsbereit sein. Der Bau enthält drei Gruppenräume, vier Schlafräume für 30 Personen, einen Aufenthaltsraum für 60 Personen, eine Küche, zwei Lagerräume, eine Dachterrasse und Sanitärräume. Im Aussenbereich stehen zwei gedeckte Aufenthaltsräume und Parkplätze für Autos und Velos zur Verfügung.
«Bis zur Fertigstellung sind wir sprichwörtlich ohne Dach über dem Kopf», sagte Thomas Geissmann beim Spatenstich. Doch ganz pfadigemäss hat man bereits eine Lösung gefunden: Die wöchentlichen Aktivitäten finden vorübergehend in einem Raum der Firma Otto Notter statt.
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17.2.2026 Wohler Anzeiger
Vorfreude auf die neue Heimat

Thomas Geissmann erklärte den Jugendlichen, wie wichtig die Pfadi Wohlen auch für die alten Pfader ist. Bilder: Daniel Marti
Spatenstich für das neue Pfadiheim bei der Bleichi: Ende Jahr ist Bezug
Die Pläne verraten es: Das neue Pfadiheim wird nicht «nur» zeitgemäss und modern, es wird ein Schmuckstück. Die Bauarbeiten sind gestartet, der Spatenstich wurde zur kleinen Feier. Ende Jahr soll das Werk am idealen Standort vollendet sein.
Daniel Marti
Grossaufmarsch trotz Regen und Kälte. Alle wollten dabei sein beim wichtigen Moment. Denn der Spatenstich für das neue Pfadiheim bei der Bleichi ist für die Pfadi Wohlen und alle seine Freundinnen und Freunde ein Meilenstein. Die grosse Vorfreude auf den Neubau zauberte allen Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht. Der Gemeinderat war gleich zu dritt vertreten. Frau Vizeammann Sonja Isler-Rüttimann sowie die Gemeinderäte Olivier Parvex und Thomas Geissmann erwiesen dem Anlass die Ehre. Geissmann auch des Amtes wegen. Er vertrat die Bauherrin, eben die Pfadi Wohlen. Selbst Regierungsrat Jean-Pierre Gallati weilte unter den Gästen, dies als Gönner für das Pfadiheim.
Idealer Standort – Baurecht gratis
«Es ist ein grosser Moment», betonte Geissmann. «Wir freuen uns alle auf das neue Pfadiheim», sagte er vor allem zu den vielen Kindern. Vor 58 Jahren wurde das Pfadiheim am Tanneggweg bezogen, im letzten Jahr hauste man dann in der alten Baracke bei der Bleichi. Diese wurden in den letzten Wochen abgebrochen und so dem neuen Pfadiheim Platz gemacht. «Jetzt grad sind wir also ohne Dach über dem Kopf», so Geissmann weiter. Aber bei der Pfadi Wohlen ist man es sich gewohnt, auch draussen aktiv zu sein.
«Grundsätzlich brauchen wir immer geeignete Leute, damit sich die Pfadi Wohlen entfalten kann», so Geissmann weiter. Dies gilt für das Leiterteam, aber auch für die Pfadi-Baucrew und sämtliche Fachleute, die sich um den Neubau kümmern. Gemeinsam könne man eben immer einiges erreichen. Die Pfadi hat viele wichtige Leute in ihrem Kreis – Architekt Benno Kohli, Leute mit Kontakten zur Gemeinde, Leute wie Thomas Geissmann, der das Projekt managt. Das grosse Netzwerk und die breite Unterstützung seien sehr wertvoll, erklärte Geissmann. Mit dem neuen Pfadiheim wird die Pfadi Wohlen eine neue Heimat bekommen. «Der Standort ist ideal, er liegt im Grünen, nahe beim Wald.» Und dank der Gemeinde sind die Rahmenbedingungen auch einigermassen günstig. Das Baurecht wird zum Nulltarif gewährt.
Viel Wertschätzung für die Jugendarbeit
Das Bauprojekt sieht gemäss Kostenvoranschlag Investitionen von 1,25 Millionen Franken vor. Der Verkauf des Heims beim Tanneggweg (dieser ist bereits erfolgt) sollte 650 000 Franken einbringen, Eigenleistungen in der Höhe von 150 000 Franken sind eingeplant. Spenden und Gönner sollen 50 000 Franken beitragen. So bleiben noch 400 000 Franken übrig, die mit Beiträgen von Stiftungen und aus dem Swisslos-Fonds gedeckt werden sollten. Beim Start der Planungen habe die Pfadi Wohlen keinen Rappen für das Bauprojekt in der Kasse gehabt, verriet Geissmann. Darum sei auch die Finanzierung eine Herausforderung. Die offenbar bravourös gemeistert wird. Das Entgegenkommen bei den Finanzen sei überwältigend. «Das zeigt, die Jugendarbeit durch die Pfadi wird wertgeschätzt.»
Das neue Pfadiheim ist ein dreigeschossiger Komplexbau. «Dieser wird alle Bedürfnisse der Jugendlichen erfüllen», betonte Thomas Geissmann. Das neue Pfadiheim gilt als robuster Mehrzweckbau, er enthält drei Gruppenräume, vier Schlafräume für total 30 Personen, einen Aufenthaltsraum für 60 Personen sowie eine Gastroküche, zwei Lagerräume, eine Dachterrasse und die notwendigen Sanitärräume. Der Aussenbereich bietet zwei gedeckte Aufenthaltszonen, diverse Veloabstellplätze, vier Parkplätze und einen Vorplatz. «Ein ideales Bauwerk also.»
Mit grosser Symbolkraft
Auf den Bauplänen existiert das neue Pfadiheim bereits. Nun ist die Umsetzung gestartet. Und eben diese Baupläne wurden in eine Zeitkapsel gepackt.
Zusammen mit der Pfadi-Broschüre, Flyern für den Neubau, aktuellen Zeitungen und mit persönlichen Beiträgen.
Die Zeitkapsel soll dann in ferner Zeit einmal Auskunft geben über den Spatenstich. Und so mussten die wichtigen Leute beim Spatenstich tatsächlich ein richtiges Loch graben, damit die Zeitkapsel auch Platz fand. Und das war beim harten Baugrund gar nicht so einfach. «Die Zeitkapsel hat eine grosse Symbolkraft. Die Pfadi Wohlen wurde 1932 gegründet und sie hat in dieser Zeit ganz viel durchgemacht», erklärte Thomas Geissmann.
Lange hauste man in der alten Baracke, die nun weichen musste oder durfte und durch ein modernes Pfadiheim ersetzt wird. Ein grosser Moment also. «Die Pfadi Wohlen war für viele ein wichtiger Teil des Lebens Und darum freuen wir uns nun auf das neue Pfadiheim.» Und die vielen Kinder, die beim Spatenstich dabei sein durften, strahlten.
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13.2.2026 Wohler Anzeiger

Kleines Säckli, grosser Zustupf
Der Kiwanis Club Lindenberg übergibt der Altpfadfinder-Stiftung über 16 000 Franken
Jedes Jahr sammelt der Kiwanis Club Lindenberg mittels Chlaussäckli Spendengelder und gibt diese an Projekte und Institutionen weiter, die Kinder und Jugendliche unterstützen. Im Restaurant Hans & Heidi wurde nun ein grosser Batzen übergeben. Die Altpfadfinder-Stiftung aus Wohlen hat vor dem Spatenstich morgen Samstag allen Grund zu Freude.
«Stabilo», «Hängscht» und «Chlötzli» freuen sich riesig. Es sind dies die Pfadi-Namen von Benny Kammer (Präsident Altpfadfinder-Stiftung), Thomas Geissmann (Projektleiter) und Benno Kohli (Architekt). Sie nehmen am letzten Dienstagabend im «Hans & Heidi» in Wohlen den Spendenscheck über 16 268 Franken entgegen.
Spatenstich an diesem Samstag
Zuvor gab Geissmann den Kiwanis-Mitgliedern und deren Frauen einen vielfältigen Einblick in die spannende 60-jährige Geschichte der Pfadi Wohsige Bau bei der Bleichi in Wohlen – in dem es zudem auch 30 Schlafplätze für Sport- und Jugendlager gibt – ersetzt eine alte Baracke. Das war dringend notwendig. «An diesem Samstag ist Spatenstich. Es geht los», sagt Benny Kammer.
Das Projekt kostet total 1,25 Millionen Franken. Rund die Hälfte wird aus Spendengeldern finanziert. Spendengelder wie jene vom Kiwanis Club Lindenberg. Alex Meyer (künftiger Präsident der Kiwanis) begrüsste, Tobias Knecht – der seit der Idee Kontaktstelle zur Pfadi Wohlen ist – moderierte am Anlass. «Ein tolles Projekt und ein neuer Begegnungsort im Freiamt. Die Pfadi ist eine wichtige Lebensschule für die jungen Generationen», so Knecht. Und dies passt perfekt zum Motto des Clubs: «Serving the children of the world». Also Gutes tun für die Kinder und Jugendlichen.
Einer verdient die Goldmedaille
Mit finanziellem, materiellem und zeitlichem Aufwand versuchen die Kiwanis zu helfen. Dazu führen sie beispielsweise – seit 2017 – ihre Chlaussäckli-Aktion durch, die vom ganzen Freiamt getragen und unterstützt wird. In den letzten neun Jahren kamen so über 140 000 Franken an Spendengeldern zusammen, die man beispielsweise der Kinderspitex oder einem Förderverein für Kinder mit seltenen Krankheiten zur Verfügung stellte. Und in diesem Jahr geht der Erlös an die Altpfadfinder-Stiftung und ihr Bauprojekt. Der Verkauf von fast 2000 Säckli führte zur Spende von über 16 000 Franken.
Im «Hans & Heidi» erhielt ein Kiwanis-Mitglied noch einen besonderen Dank. «Wäre das Verkaufen von Chlaussäckli eine Olympische Disziplin, dann hätte er die Goldmedaille verdient», sagt Kiwanis-Mitglied Hans Däpp. Er löste dann auf: Der Villmerger Arthur Fischbach verkaufte seit dem Start der Aktion immer am meisten Säckli. Über 350 Stück waren es jetzt, das ist fast ein Fünftel des Gesamten. Richtig stark. Fischbach erklärt dies durch sein grosses geschäftliches Beziehungsnetz im Industriequartier Villmergens.
Nach einem gelungenen und kurzweiligen Abend folgte die Scheckübergabe mit lauter zufriedenen Gesichtern. Und die Altpfadfinder freuten sich sichtlich, dass es kurz vor dem Spatenstich morgen Samstag einen grossen Zustupf an das Projekt gibt. Ebenso die Kiwanis-Mitglieder, die damit eine tolle Sache unterstützen. –zg
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30.1.2026 Wohler Anzeiger
Bezug noch dieses Jahr geplant
Das alte Gebäude ist weg, jetzt wird der Aushub erstellt. In zwei Wochen lädt die Pfadi Wohlen zum offiziellen Spatenstich. Bild: chh
Baustart für das neue Pfadiheim neben der Bleichi

Es geht los: Die alte Holzbaracke bei der Bleichi, die bisher die Pfadisli und Bienli beheimatete, ist zurückgebaut, die Umgebung gerodet und der Aushub für den Neubau erstellt.
Damit sind die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen und der Baukran kann nächste Woche gestellt werden. Der offizielle Baustart findet am Samstag, 14. Februar, statt. Mit dem symbolischen Spatenstich beginnt die nächste Etappe des Vorhabens, das künftig der Pfadi Wohle zeitgemässe Räumlichkeiten bieten und Jugendorganisationen aus der ganzen Schweiz als Lagerhaus dienen wird. Das Projektteam und die Altpfadfinder-Stiftung freuen sich, gemeinsam mit Gönnerinnen und Gönnern, beteiligten Planern, Handwerkern und Behördenvertretern diesen wichtigen Meilenstein feiern zu dürfen.
Bei den Finanzen gut auf Kurs
Das Fundraising für das neue Pfadiheim dauerte länger als ursprünglich vorgesehen. Dank der grosszügigen finanziellen Unterstützung von zahlreichen Gönnerinnen und Gönnern sowie verschiedener Vergabestiftungen ist die Finanzierung nun zum grössten Teil gesichert. Eine grosse Hilfe erbringen zudem die beteiligten Handwerksbetriebe, die grosszügig auf einen Teil ihrer Vergütung verzichten und so einen wichtigen Beitrag zur Realisierung des Projekts leisten. So führt normalerweise die Rückbau- und Aushubarbeiten eine Firma aus. Beim neuen Pfadiheim haben sich die eigentlichen Mitbewerber Rud. Pauli AG und Brun & Strebel Tief- und Gartenbau AG die Arbeiten aufgeteilt, um gemeinsam eine kostengünstige Arbeit für die Pfadi zu ermöglichen. Auch die Römer AG zeigte sich sehr grosszügig und entsorgte gratis das gesamte Rückbauholz und Bausperrgut.
Das Bauprogramm sieht vor, dass bereits im Juli der Rohbau stehen soll und somit das neue Pfadiheim noch dieses Jahr bezogen werden kann.
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03.12.2025 Aargauer Zeitung
Viele Säckli für ein Dach: Kiwanis Club Lindenberg füllte fast 2000 Chlaussäckli für den guten Zweck ab – ein Rekord
Die Backstube der Bäckerei Kreyenbühl in Muri war Ende November erneut Hauptquartier, um die beliebte Chlaussäckli-Aktion des Kiwanis Club Lindenberg zu stemmen. Der Erlös kommt dem Bau des neuen Pfadiheims in Wohlen zugute.
03.12.2025, 16.02 UhrMerkenDrucken
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Die Aktion wird von der ganzen Region getragen. Unternehmen, Institutionen und Private aus dem ganzen Freiamt haben im Vorfeld total 1946 Chlaussäckli bestellt. So viele wie nie zuvor (im letzten Jahr waren es 1927).
Ende November versammelten sich die Mitglieder des Kiwanis Club Lindenberg und weitere Personen in der Backstube Kreyenbühl. Die Mitarbeiter und die Inhaber – Regula und Burkard Kreyenbühl – ermöglichen diese Aktion mit ganz viel Know-how und Goodwill. «Unsere Bäcker haben am Vortag um 23 Uhr mit der Arbeit begonnen, damit um 6 Uhr in der Früh mit dem Vorbereiten der Verpackungsaktion gestartet werden konnte», sagt Burkard Kreyenbühl, selbst Kiwanis-Mitglied.

Pro Säckli bleibt ein Reingewinn von acht Franken
Von morgens bis weit in den Nachmittag wurde abgepackt. 20’000 Sugus, 600 Kilo Erdnüssli und ganz viele weitere Köstlichkeiten wurden in die Säckli verpackt. Besonders erwähnenswert ist hier der Kakaopreis, der enorm gestiegen ist und fast doppelt so viel kostet wie noch vor einem Jahr. Die fertigen, rund ein Kilo schweren Säckli wurden danach so rasch wie möglich verteilt. Nach Abzug des befüllten Materials bleibt ein Reingewinn von rund acht Franken pro Säckli.
Der Erlös geht jedes Jahr an ein anderes Projekt. Heuer steht es unter dem Motto «Ein Dach für die Jugend», der Bau des neuen Pfadiheims und Lagerhauses in Wohlen. Die Altpfadfinder-Stiftung und die Pfadi Wohlen verwirklichen einen Ort, an dem Kinder und Jugendliche wachsen, lernen und unvergessliche Momente erleben können.

In der Pfadi geht es um weit mehr als um Zelte, Feuer oder Knoten. Hier lernen junge Menschen, Freundschaften aufzubauen, Konflikte auszutragen und wieder aufeinander zuzugehen – und packen all diese wertvollen Erfahrungen während der Pfadizeit in ihren Rucksack fürs Leben. Teamgeist, Durchhaltevermögen, Verantwortungsbewusstsein und Freude am Miteinander.
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20.05.2025 Wohler Anzeiger
Verabschiedung der Pfadiheime
20.5.2025 Wohlen

Ehemalige Pfadis bei der Vorstellung des Bauprojekts durch Benno Kohli (Mitte) und Melina Jeker von Stutz.Kohli.Architekten und beim anschliessenden Ausklang bei Wurst und Brot bei der Bleichi. Bild: pd
Pfadi Wohlen: Das Bauvorhaben vorgestellt
Ende 2026 soll voraussichtlich das neue Pfadiheim realisiert sein. Nun wurden die beiden bestehenden Pfadi-Häuser von den Altpfadfindern verabschiedet, damit etwas Neues entstehen kann.
Ein Foulard, geknüpft zu einer Krawatte, dies ist das Erkennungsmerkmal jedes Mitglieds der Pfadibewegung. In Wohlen hat das Halstuch entsprechend dem Wappen die Farben rot-weiss-schwarz. Am vergangenen Samstag trafen ehemalige Pfadis aufeinander, die ein Foulard mit einem zusätzlichen Goldrand trugen.
Haus beim Tanneggweg wird verkauft
Sie gaben sich als Gönnerinnen und Gönner für das neue Pfadiheim zu erkennen. Mit ihrem grosszügigen finanziellen Beitrag unterstützen sie das Bauprojekt. Andrea Duschén als Präsident der Gönnervereinigung lud zur Verabschiedung der beiden jetzigen Pfadiheime. Die Holzbaracke bei der Bleichi, die das Pfadisli- und Bienliheim beherbergt, macht Platz für einen Neubau für die Pfadi Wohlen. Das Pfader- und Wölfliheim beim Tanneggweg wird verkauft und finanziert zu einem grossen Teil den Neubau. Der Anlass entwickelte sich zum Fest des Wiedersehens. Nicht selten trafen ehemalige Pfadis aufeinander, die sich Jahrzehnte aus den Augen verloren hatten. Umso leidenschaftlicher erinnerte man sich an alte und wunderschöne Zeiten und wärmte bekannte Geschichten aus der Vergangenheit auf.
Thomas Geissmann, Projektleiter des neuen Pfadiheims in Wohlen, erläuterte das Zustandekommen des Bauvorhabens, informierte detailliert über das bisher Erreichte und gab einen Ausblick auf die weiteren Schritte bis zur voraussichtlichen Fertigstellung des Gebäudes Ende 2026.
Vorfreude auf etwas ganz Grosses
Benno Kohli und Melina Jeker von Stutz.Kohli.Architekten stellten das Bauprojekt anschliessend im Detail vor. Rund 40 interessierte Pfadi-Enthusiasten hörten den Ausführungen neugierig zu und stellten im Anschluss Fragen. Am Schluss waren sich alle Anwesenden einig, dass sich die «Pfadi Wohle» auf etwas ganz Grosses freuen darf.
Nach alter Pfadi-Manier brieten die Pfadis danach eine Wurst, prosteten sich auf ein gelungenes neues Pfadiheim zu und liessen den Abend bei bester Laune ausklingen. –pd
Diese Voten fallen zur Freude von Ammann Arsène Perroud aus. Er betont, dass die Förderung der Jugendorganisation für den Gemeinderat eine Herzensangelegenheit sei. «Sie bieten viele Entwicklungsmöglichkeiten, die Jungen lernen viel fürs Leben.» Solche Organisationen benötigen auch eine entsprechende Infrastruktur. Der Standort in der Bleichi sei ideal, so Perroud. «Wir haben an dieser Stelle derzeit keine anderen Pläne», betont er. Da die Pfadi über keine grossen finanziellen Mittel verfüge, mache es Sinn, auf einen Baurechtszins zu verzichten. Nach dem einstimmigen Ja kann der Vertrag abgeschlossen werden. –chh
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19.07.2024 in der Aaargauer Zeitung
Altpfadfinder-Stiftung reicht Baugesuch für neues Pfadiheim ein – Baubeginn für Mitte 2025 erhofft
Das neue Wohler Pfadiheim bei der Bleichi ist einen Schritt weiter. Diese Woche wurden die Baugesuchsunterlagen der Gemeinde übergeben.
Bei der Bleichi in Wohlen steht eine alte Baracke, die der Pfadi Wohlen seit bald 40 Jahren als Pfadiheim dient. Im Mai dieses Jahres beschloss der Wohler Einwohnerrat einstimmig, die Parzelle des jetzigen Standorts für einen Neubau im Baurecht für 50 Jahre zur Verfügung zu stellen. Diese Woche übergab nun Architekt Benno Kohli von Stutz Kohli Architekten und Benny Kammer von der Altpfadifinder-Stiftung das Baugesuch an Gaetano Fiscelli, Abteilungsleiter Baugesuche der Gemeinde Wohlen.

Den Plan für das neue Pfadiheim erarbeitete ein fünfköpfiges Projektteam mit ehemaligen Pfadis. Vor den Planungsarbeiten galt es, die Bedürfnisse gründlich abzuklären. Im neuen Pfadiheim finden von den vierjährigen Biber bis zu den 25-jährigen Rover alle Stufen ihr neues Zuhause. Das Pfaderheim am Tanneggweg wird zugunsten des Neubaus bei der Bleichi aufgegeben. Ausserdem soll auch die Nutzung als Lagerhaus und unter der Woche als Kindertagesstätte möglich sein.
Es soll ein Raum sein, wo sich Jugendliche begegnen
Entstehen wird ein dreigeschossiges, kompaktes Gebäude, das sich perfekt in die nähere Umgebung einfügt. Um Heiz- und Warmwasserkosten zu optimieren, kommt eine Photovoltaik-Anlage und eine Wärmepumpe zum Einsatz. Die Räume sind so aufgeteilt, dass ein Nebeneinander der verschiedenen Altersstufen reibungslos möglich ist. «Das neue Pfadiheim Wohlen wird ein Raum sein, wo sich Jugendliche begegnen, aktiv sind und ihre nächsten Abenteuer planen», heisst es in einer Mitteilung.
Sobald die Baubewilligung vorliege, werde das Projektteam den Neubau zügig vorantreiben. Die Altpfadfinderstiftung hofft auf einen Baubeginn Mitte 2025. (az)
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19.07.2024 im Wohler Anzeiger
Raum für Abenteuer schaffen

Übergabe der Unterlagen an die Gemeinde (von links): Benno Kohli, Stutz Kohli Architekten; Benny Kammer, Präsident Altpfadfinder-Stiftung; Gaetano Fiscelli, Abteilungsleiter Baugesuche Gemeinde Wohlen. Bild: zg
Altpfadfinder-Stiftung reicht Baugesuch für neues Pfadiheim ein
Die Pfadi ist auf ihrem Weg zu einem neuen Zuhause einen Schritt weiter.
Bei der Bleichi in Wohlen steht eine alte Baracke, die der Pfadi Wohle seit bald 40 Jahren als Pfadiheim dient. Im Mai dieses Jahres beschloss der Einwohnerrat einstimmig, die Parzelle des jetzigen Standorts für einen Neubau im Baurecht zur Verfügung zu stellen. Diese Woche reichten Architekt Benno Kohli von Stutz Kohli Architekten und Benny Kammer von der Altpfadifinder-Stiftung das Baugesuch bei der Gemeinde ein.
Den Plan für das neue Pfadiheim erarbeitete ein fünfköpfiges Projektteam mit ehemaligen Pfadis. Vor den Planungsarbeiten galt es, die Bedürfnisse gründlich abzuklären. Im neuen Pfadiheim finden von den vierjährigen Bibern bis zu den 25-jährigen Rovern alle Stufen ihr neues Zuhause. Das Pfaderheim am Tanneggweg wird zugunsten eines grosszügigen Neubaus bei der Bleichi aufgegeben. Ausserdem soll auch die Nutzung als Lagerhaus und unter der Woche als Kindertagesstätte möglich sein.
Entstehen wird ein dreigeschossiges, kompaktes Gebäude, das sich perfekt in die nähere Umgebung einfügt. Um die Heiz- und Warmwasserkosten zu optimieren, kommen eine Photovoltaikanlage und eine Wärmepumpe zum Einsatz. Die Räume sind so aufgeteilt, dass ein Nebeneinander der verschiedenen Altersstufen reibungslos möglich ist. Das neue Pfadiheim Wohlen wird ein Raum sein, wo sich Jugendliche begegnen, aktiv sind und ihre nächsten Abenteuer planen.
Sobald die Baubewilligung vorliegt, wird das Projektteam den Neubau zügig vorantreiben. Die Altpfadfinderstiftung hofft auf einen Baubeginn Mitte des kommenden Jahres. –zg
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18.05.2024 in der Aargauer Zeitung
Pfadi zeigt erstmals Pläne fürs neue Pfadiheim für 1 Million Franken: Architekt und Notarin leisten Fronarbeit, «andere hoffentlich auch»
Der Wohler Einwohnerrat hat einstimmig beschlossen, der Pfadi ihren Bauplatz auf dem Bleichiareal für 50 Jahre gratis zur Verfügung zu stellen. Jetzt präsentiert die Pfadi ihre Baupläne. Ende 2026 möchte sie ins neue Gebäude einziehen. Erst muss sie aber zusehen, dass sie die Baukosten stemmen kann.
Andrea Weibel
«Das Pfadiheim hatte schon Sanierungsbedarf, als ich noch Pfadisli gewesen bin», sagte die junge Wohler Mitte-Einwohnerrätin Aline Knoblauch am Montag an der Debatte. Es ging darum, dass die Gemeinde der Pfadi Wohlen einen Bauplatz für ihr neues Pfadiheim zur Verfügung stellt. Gratis für die nächsten 50 Jahre. Für die Pfadi war der Abend ein voller Erfolg.
Über 30 Pfadis hatten die Debatte samt rot-schwarz-weissem Foulard auf der Einwohnerratstribüne verfolgt. Sie jubelten, als der Rat ihnen das Baurecht einstimmig zusprach. Unter ihnen auch Thomas Geissmann, sowohl ehemaliger Pfader als auch ehemaliger Einwohnerrat. Er ist froh: «Die Planung fürs neue Pfadiheim läuft schon gut fünf Jahre, verzögerte sich jetzt aber über ein Jahr, weil unser Gesuch bei der Gemeindeverwaltung feststeckte. Jetzt kann es endlich weitergehen.»

Das Problem der rund 200 Wohler Pfadis ist nicht nur der Sanierungsbedarf des Pfadiheims. Sondern auch, dass sie zwei davon haben, eines bei der Bleichi, das zweite am Tanneggweg mitten im Einfamilienhausquartier. Um sich ein neues Pfadiheim leisten zu können, wollen sie letzteres samt Bauland verkaufen und sich auf den Standort bei der Bleichi konzentrieren. Und da das Gesuch vom Einwohnerrat durchgewunken wurde, kann Thomas Geissmann, der ausserdem Präsident der Projektgruppe ist, nun die Pläne offenlegen.
Erst wurden die Pfadis gefragt, was sie überhaupt brauchen
An der Stelle der heutigen Baracke soll ein schöner dreigeschossiger Bau entstehen. «Im Gespräch mit den Pfadis merkten wir, dass ihnen vor allem eigene Höck-Räume, ein grosser Aufenthaltsraum sowie Lager- und Trocknungsmöglichkeiten für ihr Material wichtig sind», erinnert sich Geissmann an die Gespräche mit den Pfadileiterinnen und -leitern.

Schmunzelnd fügt er hinzu: «Natürlich hätten sie am liebsten eigene Räume für jede Stufe gehabt, aber wir mussten auch auf die Finanzen schauen.» Laut Plänen werden sich die Stufen Höck-Räume teilen, in den Lagerräumen aber je ihre eigenen Räume erhalten, für deren Sauberkeit sie auch selbst zuständig sind.
Hierzu bemerkt Geissmann ausserdem: «In den bisherigen, alten Gebäuden konnten die Kinder die Wände beschnitzen und bemalen. Das geht im neuen Pfadiheim nicht mehr. Da müssen sie Sorge tragen. Aber: Sie erhalten ja dafür ein schönes, neues Heim.»

Im zweiten Stock wird es sogar eine Dachterrasse geben. «Dort sollen Seile gespannt werden, um beispielsweise die nassen Zelte zu trocknen.» Neu soll das Gebäude aber auch vermietet werden können. Auch die Mietenden werden ihre Freude an der Dachterrasse haben.
Räume können ideal mit Kindertagesstätte geteilt werden
Wer die Aufteilung der Räume genauer verstehen will, die das Architekturbüro Stutz Kohli Architekten mit Alt-Pfader Benno Kohli kostenfrei für die Pfadi ausgearbeitet hat, muss Folgendes wissen: «Um das Gebäude kostendeckend benützen zu können, müssen wir es unter der Woche vermieten», so Geissmann. «Die Pfadi braucht es ja fast nur an den Samstagen.»

Hierzu liegt bereits eine unterschriebene Absichtserklärung einer Kindertagesstätte vor. Diese war so früh mit im Boot, dass ihre Wünsche bei der Planung ebenfalls berücksichtigt werden konnten. «Es ist perfekt, die Bedürfnisse von Kita und Pfadi decken sich zu einem grossen Teil. Auch zeitlich kommen sie wunderbar aneinander vorbei.»
Im ersten Stock sollen die Zimmer, die beispielsweise als Besprechungsräume genützt werden, künftig auch mit bis zu 30 Betten ausgestattet werden können. «So könnten wir das Gebäude auch als Lagerhaus vermieten.»
Sie hoffen auf ganz viel ehrenamtliche Arbeit
Das Baugesuch sollte bis vor den Sommerferien eingereicht sein. Wenn keine Einwendungen eingehen, könnten die Bauarbeiten bereits im kommenden Jahr starten. «Erst muss das heutige Gebäude abgerissen werden. Danach rechnen wir mit einer Bauzeit von rund einem Jahr», so Geissmann. Er sieht es als realistisch an, dass das neue Pfadiheim Ende 2026 bezogen werden kann.

Ganz dringend müssen aber zuerst die Finanzen geklärt werden. Denn die Kosten belaufen sich auf mindestens eine Million Franken. «Die Pfadi ist kein reicher Verein. Was sie aber hat, ist ein breites Netzwerk an Kontakten.» So haben nicht nur der Architekt und die Notarin bisher ehrenamtlich für sie gearbeitet. «Wir hoffen, dass viele Handwerker das ebenso handhaben können», ist Geissmann ehrlich. Er könnte sich beispielsweise Lehrlingsprojekte oder Ähnliches vorstellen.
Einen Drittel der Kosten sollte der Verkauf der Liegenschaft am Tanneggweg einbringen. Ausserdem hofft die Altpfadfinder-Stiftung, die als Bauherrin auftritt, auf Gelder aus anderen Stiftungen. Und natürlich wollen die Pfadis auch durch verschiedene Aktionen Geld für ihr neues Heim sammeln.
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26.11.2024 Wohler Anzeiger
Neues Pfadiheim bewilligt

Die Visualisierungen zeigt das neue Pfadiheim. Bild: Stutz.Kohli.Architekten
Grünes Licht für Baugesuch – Baustart im Sommer
Diesem Moment haben in der Pfadi alle entgegengefiebert. Das neue Pfadiheim bei der Bleichi darf wie geplant gebaut werden. Die Gemeinde Wohlen hat das Bauprojekt bewilligt. Für die Altpfadfinder-Stiftung als Bauherrin markiert dieser Schritt einen Meilenstein.
Das Gebäude kommt an der Wagenrainstrasse zu liegen, ist über einen Fussweg, aber auch bequem von der Bleichi her zu erreichen. Aktuell steht dort eine alte Holzbaracke, die abgerissen wird. Das neue Zuhause der «Pfadi Wohle» wird zusätzlich als Lagerhaus für Jugendorganisationen und als mögliche Nutzung für eine Kindertagesstätte zur Verfügung stehen.
Die grosse Herausforderung war, Ansprüche und Interessen von Pfadi und Mietern in Einklang zu bringen. Das Planer-Team mit Architekt Benno Kohli von Stutz Kohli Architekten ist überzeugt, dass der dreigeschossige Bau diese Anforderung ideal erfüllen wird.
Baustart 2025, Bezug 2026
Das zweite Pfadiheim am Tanneggweg ist zum Verkauf ausgeschrieben. Es wird zugunsten des neuen, für alle Altersstufen gemeinsam genutzten Pfadiheims aufgegeben.
Mit Baustart ist im Sommer nächsten Jahres zu rechnen. Kommen die Arbeiten zügig voran, wird das neue Pfadiheim in Wohlen bereits 2026 bezugsbereit sein. –pd
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17.05.2024 im Wohler Anzeiger
Grosse Unterstützung für Pfadi

Seit dem Jahr 1989 steht auf dem Bleichi-Areal das Pfadiheim. Dieses soll nun einem Neubau weichen. Um Planungssicherheit für die weiteren Schritte zu erlangen, erteilte die Gemeinde nun das Baurecht. Bild: dm
Parlament genehmigt den neuen Baurechtsvertrag
Der Gemeinderat kann mit der Altpfaderstiftung einen Baurechtsvertrag abschliessen zum Bau eines neuen Pfadiheims. Der Antrag wurde einstimmig gutgeheissen.
Die Pfadi habe eine lange Tradition in Wohlen, die Abteilung sei eine der grössten im Kanton, so FGPK-Sprecher Hansruedi Meier. Und sie hat auch viele Fürsprecher, wie die Einwohnerratssitzung vom Montag zeigte. Nicht nur viele Gäste auf der Tribüne sind als Pfader zu erkennen, auch etliche Einwohnerräte demonstrieren durch das Tragen des Foulards ihre Zugehörigkeit.
Für ein vielseitiges Kulturund Vereinsleben
Die FGPK spricht sich für den geplanten Baurechtsvertrag aus. Meyer unterstreicht in seinem Votum die positiven Aspekte der Jugendarbeit, welche diese Organisation leiste. Derzeit ist die Pfadi an zwei verschiedenen Standorten zu Hause, beide Gebäude sind in die Jahre gekommen. Es mache darum Sinn, ein neues, gemeinsames Pfadiheim zu bauen. Meier sprach von einer «einmaligen Chance», die es zu nutzen gilt. Einziger Kritikpunkt in der FGPK war die kurze Vertragsdauer von nur 50 Jahren, normalerweise würden solche Verträge länger ausgestaltet. Doch die Altpfader seien mit der kürzeren Laufzeit einverstanden. Von daher können auch die Kommission Ja sagen.
Anschliessend traten fast ausschliesslich Fürsprecher auf, darunter viele ehemalige Mitglieder. Einzig bei der SVP war man anfangs kritisch eingestellt. Dies nicht zuletzt, weil die Zukunft des Bleichiareals und der anderen dort ansässigen Vereine nicht geklärt sei. Letztlich kam man doch zu einem Ja, wie Adrian Kündig erklärt. Dazu habe, so Peter Christen, auch der Austausch mit den Pfadern beigetragen, den er als sehr positiv empfand.
Die anderen Parteien stellen sich voll und ganz hinter den Antrag des Gemeinderates. Viele von ihnen wissen aus eigener Erfahrung, in welch schlechtem Zustand sich die jetzigen Heime befinden. Unterstützung signalisieren ehemalige Pfader der Mitte, der SP, der Grünen und der Fraktion FDP / Dorfteil Anglikon. Aber auch die GLP/ EVP stellt sich hinter den Antrag. «Unsere Fraktion steht ein für ein vielseitiges Kultur- und Vereinsleben», sagt Dennis Andermatt.
Lernen fürs Leben
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13.05.2024 in der Aaraguer Zeitung
Rot-schwarz-weiss im Einwohnerrat: Die Pfadi Wohlen darf ihr neues Pfadiheim bauen
Der Einwohnerrat Wohlen gibt grünes Licht für das Gratis-Baurecht der Pfadi Wohlen bei der Bleichi für die nächsten 50 Jahre. An der Montagssitzung zeigte sich, wie wichtig alle Parteien die Pfadi und ihre Arbeit für Kinder und Jugendliche der Gemeinde einschätzen. Bei anderen der insgesamt 19 Traktanden war sich der Rat hingegen nicht einig.
Marc Ribolla und Andrea Weibel
Rot-schwarz-weiss: Drei Einwohnerrätinnen und ein Einwohnerrat traten am Montagabend mit Foulards in diesen Farben ans Rednerpult. Aber nicht nur sie als ehemalige Pfadis setzten sich vehement für ihren Verein ein. Sämtliche Parteien sind sich einig: Die Pfadi Wohlen leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. So war es keine Frage, dass die Pfadi den Bauplatz für ihr neues Pfadiheim auf dem Bleichi-Areal für 50 Jahre gratis im Baurecht nutzen darf.
Das feierten nicht nur Einwohnerrätinnen und Einwohnerräte, sondern vor allem auch die vielen foulardtragenden Pfadis auf der Tribüne mit einem lauten Applaus. Gemeindeammann Arsène Perroud hat es schon zu Beginn der Diskussion in deutlichen Worten zusammengefasst: «Jugendorganisationen im Allgemeinen sind für den Gemeinderat sehr wichtig, es sind Herzensangelegenheiten.»

Man lerne in der Pfadi, Freundschaften zu schliessen oder auch zu beenden. «Man lernt zu diskutieren und zu politisieren, wie man im Einwohnerrat sehen kann», fügte er hinzu. «Man lernt ganz viel fürs Leben. Solche Fähigkeiten brauchen wir in der Gesellschaft.» Dafür brauche es ganz viele engagierte Leute, aber auch Orte und Infrastruktur. Hier sehe der Gemeinderat die Aufgabe der Gemeinde.
«Es ist richtig farbig hier im Saal, mega schön!»
Aline Knoblauch (Die Mitte) trug ihr Foulard am Rednerpult stolz. Umso mehr, als dies ihr allererstes Votum im Einwohnerrat war. «Es ist richtig farbig hier im Saal, mega schön!», sagte sie fröhlich. Sie erklärte, dass Die Mitte dem Antrag einstimmig zustimme. Sie weiss aus Erfahrung, wie nötig ein neues Pfadiheim für die Pfadi Wohlen ist: «Das Pfadiheim hatte schon Sanierungsbedarf, als ich noch Pfadiesli gewesen bin.»

Auch Barbara Wüthrich (Grüne), Martina Arnet (SP) und Lionel Zingg (FDP) trugen ihre Foulards am Rednerpult und lobten, was die Pfadi für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde tut. Perroud hatte passend gesagt: «Die Pfadi verfügt nicht über die finanziellen Mittel, um einen Baurechtszins zu bezahlen.» Der Gemeinderat erachte es als richtig, dass die Gemeinde ihnen diesen Bauplatz zur Verfügung stellt. «Damit investieren wir in die Fähigkeit und Kompetenz von jungen Erwachsenen, die einmal einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft leisten werden.»
So kann die Pfadi Wohlen auch all ihre Abteilungen – zusammen immerhin rund 200 Kinder und Jugendliche – aus heute zwei sanierungsbedürftigen Pfadiheimen in einem einzigen unterzubringen. Knoblauch sagte einzig noch, Die Mitte habe sich gefragt, wieso für diesen Antrag eine auswärtige Notarin beauftragt worden sei, es gäbe ja auch in Wohlen sehr fähige. Die Antwort freute alle Rätinnen und Räte: Die Notarin habe ihren Job zu Gunsten der Pfadi Wohlen ehrenamtlich ausgeführt.
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15.02.2023 in der Aargauer Zeitung
Aus der Baracke wird ein multifunktionales Heim: Die Wohler Pfadi plant einen Neubau in der Bleichi
Die beiden Pfadiheime in der Bleichi und am Tanneggweg haben schon bessere Zeiten gesehen. Nun hat sich die Pfadi ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: In zwei Jahren soll ein neues Heim in der Wohler Bleichi stehen.
Nathalie Wolgensinger

Was sich damals, 1932, kurz nach der Gründung der Pfadi Wohle abspielte, das sorgte für Gesprächsstoff weit über die Dorfgrenzen hinaus: Walter Maurer, seines Zeichens erster Abteilungsleiter der Pfadi, griff in die Kasse und machte sich mit dem Geld aus dem Staub. Im Freiamt hinterliess er nicht nur ratlose Pfadis, sondern auch einen Berg Schulden.
Doch seine Flucht dauerte nicht lange. Wenige Wochen später wurde er in Frankfurt am Main verhaftet und Ende Januar 1933 an die Schweiz ausgeliefert. Es sei der befreundeten Abteilung Lenzburg zu verdanken, dass die Wohler Pfadis damals nicht sang und klanglos untergingen, hält der Chronist der Wohler Pfadi fest.
Die Lenzburger halfen der verwaisten Abteilung, sich aus dem Schlamassel zu befreien und Walter Maurer ist längst zur kuriosen Fussnote in der Geschichte der Wohler Pfadi geworden. Heute gehört sie mit rund 200 Kindern und Jugendlichen zu einer der grössten Abteilungen im Kanton Aargau und bietet Samstag für Samstag ein buntes und abwechslungsreiches Programm für Kinder zwischen 5 und 17 Jahren.
Ein Dach über dem Kopf: Das muss sein
Obwohl sich die Pfadis zu ihren samstäglichen Übungen im Freien treffen, verfügen sie über zwei Pfadiheime. Thomas Geissmann, v/o Hängscht, erzählt: «Im Pfadiheim werden die Übungen vorbereitet, die nassen Zeltblachen getrocknet und es bietet Schutz vor Regen und Kälte.»

Das Heim am Tanneggweg befindet sich mitten in einem Einfamilienhausquartier, in der Nähe der Niederwilerstrasse. Erbaut wurde die Liegenschaft zwischen den Jahren 1950 und 1960. Fest steht, dass sich das Heim mittlerweile in einem schlechten baulichen Zustand befindet.
Nicht minder desolat präsentiert sich der Zustand der Baracke in der Bleichi, in der sich die Bienli und Pfadisli jeweils treffen. Die Holzhütte stand bis 1989 am Titlisweg, auf dem Areal der damaligen Ulrich Matter AG. Thomas Geissmann vermutet, dass die Geschichte der Baracke bis in den 2. Weltkrieg reicht:
«Damals wurden in ähnlichen Gebäuden Polen interniert, die in der Schweiz Strassen bauten.»
Seit 1989 steht der Holzschuppen in der Bleichi. Lange war unklar, ob das Heim dort stehen bleiben kann. Die Gemeinde kündigte den Pfadis den Baurechtsvertrag nämlich 2015. Damals befand sich die Gemeinde Wohlen mitten in der Schulraumplanung und wollte sich das Land als mögliche Baulandreserve sichern. Mit der Sanierung und dem Ausbau des Haldenschulhauses sind diese Pläne nun obsolet. Am vertragslosen Zustand hat sich jedoch nichts verändert.
Das Pfadiheim, das mitten im Wohnquartier steht
Die Pfadi blieb während den vergangenen Jahren nicht untätig. Thomas Geissmann erzählt: «Wir haben gemeinsam mit der Gemeinde verschiedene Möglichkeiten für einen alternativen Standort geprüft.» Viele Ideen scheiterten aber an Bau- oder Nutzungsvorschriften. Das Vorhaben, die Liegenschaft am Tanneggweg zu sanieren, wurde ebenfalls verworfen.
Geissmann präzisiert: «Das Pfadiheim befindet sich mitten im Wohnquartier, das sorgte immer wieder für Friktionen mit der Nachbarschaft. Ausserdem ist es in die Jahre gekommen und stark sanierungsbedürftig.» Lange Diskussionen führten schliesslich zum Projekt «Pfadiheim 2025» und dem Entschluss einen Neubau bis im Herbst 2025 in der Bleichi zu realisieren.

Geissmann sagt: «Das Haldenschulhaus wird erweitert und saniert und damit hat sich die Situation wieder zu Gunsten der Pfadi gedreht. Wir können den Standort in der Bleichi beibehalten.» Die Liegenschaft am Tanneggweg wird verkauft. Das Stück Land erhielt die Altpfadfinder-Stiftung Wohlen in den 1930er-Jahren vermutlich von Rudolf Isler geschenkt.
Ein multifunktionaler Neubau soll es werden
Derzeit beschäftigt sich der Wohler Architekt Benno Kohli v/o Klötzli mit der Planung des Neubaus. Dieser soll möglichst multifunktional und einfach sein, damit die Räume unter der Woche vermietet werden können. Denkbar ist, dass das Heim während der Woche beispielsweise für die ausserschulische Betreuung von Kindern genutzt wird. Konkrete Zusagen gibt es aber noch nicht.
Erst muss sich die Baukommission, der fünf ehemalige Pfadfinder angehören, mit der Finanzierung beschäftigen. Das werde ein rechter Hosenlupf, kommentiert Geissmann trocken. Denn es stehe bereits jetzt fest, dass der Erlös des Verkaufs der Liegenschaft am Tanneggweg den Neubau nicht vollumfänglich finanzieren werde. So sind von den Wohler Pfadis für einmal nicht gute Taten, sondern gute Ideen gefragt, um die finanzielle Basis für das grosse Vorhaben zu schaffen.
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